Über 50 verschiedene Nationalitäten sind an der Süddänische Universität (Syddansk Universitet) in Sønderborg vertreten. Eine der vielen Studierenden aus dem Ausland ist die 18-jährige Avantika Singh. Sie ist indischer Abstammung, aber in Nigeria geboren und aufgewachsen und studiert jetzt in ihrem ersten Jahr im Ingenieurstudiengang Mechatronik an der Süddänischen Universität.

Studentenleben

„Ich hatte eigentlich nicht vor, zum Studieren nach Dänemark zu gehen. Ich habe mich über Ingenieurstudiengänge in verschiedenen Ländern informiert, aber in Sønderborg habe ich genau die Ausbildung gefunden, die optimal zu mir passt. Hier wird sehr viel Wert auf praktische Übungen gelegt, und genau das habe ich gesucht“, erklärt Avantika Singh.

Mechatronik an der SDU ist ein Zweig der Ingenieurswissenschaften, in dem die Studierenden lernen, benutzerfreundliche und intelligente Produkte zu entwickeln, die unter anderem Mechanik und Elektronik in sich vereinen. Ein Beispiel für ein mechatronisches Produkt ist eine Roboterhand, die Tomaten pflücken kann. Avantika Sing ist von der Süddänischen Universität und ihren Mitstudierenden sehr angetan. Und darüber hinaus freut sie sich riesig, dass sie ausgerechnet in der Stadt Sønderborg das gewünschte Studium fand.

„Sønderborg ist ein unglaublich schöner Ort. Mit dem Fahrrad ist man in nur 10 Minuten im Wald, am Strand und überall in der Stadt. Die Menschen hier sind so freundlich und ich liebe es einfach, hier zu sein. Mir gefällt auch, dass wir uns ganz nahe an Deutschland befinden, sodass es einfach ist, einen Abstecher ins europäische Ausland zu unternehmen“, führt sie aus.

Aufgewachsen auf dem afrikanischen Kontinent, ist für sie vieles auf der Nordhalbkugel ungewohnt. Für jemanden wie Avantika, die noch nie zuvor einen Winter erlebt hatte, war der erste Schneefall des Winters in Südjütland ein unvergessliches Erlebnis. Auch die Fahrradkultur hat sie ins Herz geschlossen und sie ist auf dem besten Weg, die dänische Sprache zu erlernen. Ihre Ausbildung an der Süddänischen Universität dauert sieben Semester, aber sie rechnet damit, danach auch ein Masterstudium anzuhängen. Auch ein Leben in Sønderborg nach dem Studium kann sie sich vorstellen.

© Lene Esthave